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BR-DE-20: IBAN des Lastschriftkontos ist ungültig

Bei SEPA-Lastschrift (Zahlungsmittel-Code 59) muss das zu belastende Konto (BT-91) eine formal korrekte IBAN enthalten. Häufigster Auslöser: Tippfehler oder Leerzeichen im IBAN-Feld.

Regeltext im Prüfregelwerk

"Debited account identifier" (BT-91) soll eine korrekte IBAN enthalten, wenn in "Payment means type code" (BT-81) mit dem Code 59 SEPA als Zahlungsmittel gefordert wird.

BT-91BT-81BG-19

BR-DE-20 ist das Lastschrift-Gegenstück zu BR-DE-19: Dort wird die Empfänger-IBAN bei Überweisungen geprüft, hier die IBAN des Kontos, von dem der Rechnungsbetrag eingezogen werden soll.

Was die Regel prüft

Wenn im Zahlungsmittel-Code (BT-81, das Business Term genannte, nummerierte Feld der Norm) der Wert 59 steht, also SEPA-Lastschrift, dann muss das Feld „Debited account identifier" (BT-91) eine formal gültige IBAN enthalten. Der Validator prüft nicht nur, ob das Feld gefüllt ist (das macht BR-DE-31), sondern ob der Inhalt dem IBAN-Aufbau entspricht: zwei Buchstaben Ländercode, zwei Prüfziffern, danach die nationale Kontokennung, bei deutschen IBANs insgesamt 22 Stellen. Auch die Prüfziffern selbst werden rechnerisch kontrolliert.

Warum sie in der Praxis fehlschlägt

Drei Auslöser dominieren:

  1. Leerzeichen aus der Papierwelt. Auf Briefpapier wird die IBAN in Vierergruppen geschrieben („DE89 3704 0044 …"). Wird sie so in das Datenfeld übernommen, scheitert die Formatprüfung. Die XML braucht die IBAN am Stück, ohne Leerzeichen.
  2. Tippfehler oder Zahlendreher. Die IBAN-Prüfziffern erkennen fast jeden Übertragungsfehler, deshalb schlägt die Regel auch bei einer einzigen falschen Ziffer an.
  3. Falscher Inhalt im Feld. Manche Systeme schreiben eine alte Kontonummer, eine interne Debitorennummer oder einen Platzhalter in BT-91, weil das Feld in der Kundenverwaltung nicht sauber gepflegt ist.

So behebst du den Fehler

Prüf die IBAN des Zahlungspflichtigen an der Quelle, also in deinen Kundenstammdaten, nicht nur in der einzelnen Rechnung. Entferne alle Leerzeichen und vergleiche die Ziffern mit dem SEPA-Mandat, das dir dein Kunde erteilt hat. Wenn du gar keine Lastschrift einziehst, ist der eigentliche Fehler der Zahlungsmittel-Code: Dann gehört in BT-81 nicht 59, sondern z. B. 58 (SEPA-Überweisung) mit deiner eigenen IBAN in BT-84.

XML-Beispiel: vorher und nachher

<ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeans>
  <ram:TypeCode>59</ram:TypeCode>
  <ram:PayerPartyDebtorFinancialAccount>
    <!-- verletzt BR-DE-20: Leerzeichen und falsche Prüfziffern -->
    <ram:IBANID>DE00 3704 0044 0532 0130 00</ram:IBANID>
  </ram:PayerPartyDebtorFinancialAccount>
</ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeans>
<ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeans>
  <ram:TypeCode>59</ram:TypeCode>
  <ram:PayerPartyDebtorFinancialAccount>
    <ram:IBANID>DE89370400440532013000</ram:IBANID>
  </ram:PayerPartyDebtorFinancialAccount>
</ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeans>

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