E-Rechnungs-Fehler nachschlagen
Wenn eine E-Rechnung abgelehnt wird, steht in der Meldung meist nur ein Regel-Code wie BR-DE-15. Hier finden Sie zu jeder Prüfregel aus EN 16931, XRechnung und PEPPOL, was sie verlangt, warum sie typischerweise fehlschlägt und wie Sie sie beheben, inklusive XML-Beispiel. Der zitierte Regeltext stammt wörtlich aus dem Prüfregelwerk, das auch Behörden und große Rechnungsempfänger einsetzen.
BR-DE: Deutsche Pflichtangaben
Zusätzliche Pflichtfelder der deutschen CIUS (Kontakt, Bankverbindung, Zahlungswege).
- BR-DE-1Zahlungsangaben (BG-16) fehlennur XRechnung
Die XRechnung verlangt in jeder Rechnung Angaben zum Zahlungsweg. Häufigster Auslöser: Die Software lässt den Block weg, weil keine Bankverbindung hinterlegt ist.
- BR-DE-2Ansprechpartner des Verkäufers fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt eine Kontaktgruppe beim Verkäufer (BG-6) mit Name, Telefon und E-Mail. Warum Briefkopfangaben dafür nicht genügen.
- BR-DE-3Ort des Verkäufers fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt den Ort in der Verkäuferadresse als eigenes Datenfeld. Häufigster Auslöser: Die Adresse steckt komplett in einer Freitextzeile.
- BR-DE-4Postleitzahl des Verkäufers fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt die Postleitzahl in der Verkäuferadresse als eigenes Feld. Häufigster Auslöser: Die PLZ steht mit im Ortsfeld statt in BT-38.
- BR-DE-5Ansprechpartner-Name des Verkäufers fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt in der Verkäufer-Kontaktgruppe einen benannten Ansprechpartner (BT-41). Häufigster Auslöser: Telefon und E-Mail sind hinterlegt, ein Name fehlt.
- BR-DE-6Telefonnummer des Verkäufer-Ansprechpartners fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt eine Telefonnummer in der Verkäufer-Kontaktgruppe (BT-42). Die Nummer im Briefkopf genügt nicht, sie muss als strukturiertes Feld in der XML stehen.
- BR-DE-7E-Mail-Adresse des Verkäufer-Ansprechpartners fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt eine E-Mail-Adresse in der Verkäufer-Kontaktgruppe (BT-43). Häufigster Auslöser: Die Adresse steht nur im PDF-Layout, nicht im strukturierten Feld.
- BR-DE-15Käuferreferenz bzw. Leitweg-ID fehltnur XRechnung
Die XRechnung verlangt zwingend eine Käuferreferenz (BT-10). Was dort hineingehört, wenn dein Kunde keine Behörde ist, und wie du die Angabe dauerhaft loswirst.
- BR-DE-18Skonto-Angabe entspricht nicht dem Pflichtformatnur XRechnung
Die XRechnung verlangt Skonto in BT-20 in einer streng maschinenlesbaren Syntax: #SKONTO#TAGE=n#PROZENT=n.nn#. Der gewohnte Skonto-Satz aus der Rechnungsvorlage fällt durch.
- BR-DE-20IBAN des Lastschriftkontos ist ungültignur XRechnung
Bei SEPA-Lastschrift (Zahlungsmittel-Code 59) muss das zu belastende Konto (BT-91) eine formal korrekte IBAN enthalten. Häufigster Auslöser: Tippfehler oder Leerzeichen im IBAN-Feld.
- BR-DE-21Specification identifier entspricht nicht der XRechnung-Kennungnur XRechnung
Das Feld BT-24 muss exakt die Kennung des XRechnung-Standards enthalten. Häufigster Auslöser: Die Software schreibt eine ZUGFeRD-Profil-Kennung oder die URN einer veralteten XRechnung-Version hinein.
- BR-DE-22Dateinamen der eingebetteten Anhänge sind nicht eindeutignur XRechnung
Zwei oder mehr in der Rechnung eingebettete Anhänge tragen denselben Dateinamen. Häufigster Auslöser: Software vergibt für jeden Anhang denselben Standardnamen wie „Anlage.pdf“.
BR-DEX: XRechnung-Extension
Regeln für Rechnungen, die die XRechnung-Extension nutzen.
BR-DE/TMP: Weitere deutsche Regeln
Codelisten- und Formatvorgaben der deutschen Prüfung.
- BR-DE-CVD-05Unzulässiger Wert im Fahrzeug-Attribut cvanur XRechnung
Das Artikel-Attribut mit dem Namen cva enthält einen Wert außerhalb der Codeliste. Zulässig sind nur clean, zero-emission und other, exakt in dieser Schreibweise.
- BR-DE-CVD-06Fahrzeug-Klassifikation CVD ohne Attribut cvanur XRechnung
Eine Rechnungszeile trägt die Klassifikation CVD, aber nicht genau ein Artikel-Attribut namens cva. Beide Angaben müssen in einer CVD-Rechnung paarweise auftreten.
- BR-DE-TMP-32Liefer- oder Leistungsdatum fehltnur XRechnung
Die XRechnung erwartet ein Lieferdatum (BT-72), einen Abrechnungszeitraum (BG-14) oder einen Zeitraum je Position (BG-26). Fehlt alles drei, meldet der Validator diese Warnung.
- BR-TMP-CVD-01Ungültiges Bildungsschema beim Artikel-Klassifikationscodenur XRechnung
Der Scheme identifier des Item classification identifier (BT-158) stammt nicht aus der Codeliste UNTDID 7143. Häufigster Auslöser: ein frei erfundenes oder falsch geschriebenes listID-Attribut.
BR: Kernregeln der Norm
Pflichtfelder der EN 16931 – von Rechnungsnummer bis Positionsdaten.
- BR-01Spezifikationskennung (BT-24) fehlt
Die Rechnung nennt nicht, nach welcher Spezifikation sie erstellt wurde. Häufigster Auslöser ist ein selbst erzeugtes oder konvertiertes XML, in dem der Kontextblock am Dokumentanfang fehlt.
- BR-02Rechnungsnummer (BT-1) fehlt
Die Rechnung enthält keine Rechnungsnummer. Meist wurde ein Entwurf ohne vergebene Nummer exportiert oder das Feld beim Mapping aus dem Vorsystem nicht befüllt.
- BR-03Rechnungsdatum (BT-2) fehlt
Die Rechnung enthält kein Ausstellungsdatum. Typische Auslöser sind ein leeres Datumselement im Template oder ein Datum im falschen Format, das beim Einlesen verworfen wird.
- BR-04Rechnungstyp-Code (BT-3) fehlt
Die Rechnung sagt nicht, welche Art Dokument sie ist (Rechnung, Gutschrift, korrigierte Rechnung). Meist fehlt der Code, weil das erzeugende System den Belegtyp nicht auf die UNTDID-1001-Codeliste abbildet.
- BR-05Währungscode (BT-5) fehlt
Die Rechnung nennt keine Rechnungswährung. Häufigster Auslöser: Die Software schreibt Währungen nur als Attribut an einzelne Beträge, aber nicht in das Pflichtfeld für die Dokumentwährung.
- BR-06Verkäufername (BT-27) fehlt
Die Rechnung enthält keinen Namen des Rechnungsstellers. Meist sind die Firmenstammdaten unvollständig oder der Name steht im falschen Feld, etwa nur als Handelsname.
- BR-07Käufername (BT-44) fehlt
Die Rechnung enthält keinen Namen des Rechnungsempfängers. Häufigster Auslöser ist ein unvollständiger Kundendatensatz, aus dem die Software das Namensfeld leer übernimmt.
- BR-08Verkäuferanschrift (BG-5) fehlt
Die Rechnung enthält keine Postanschrift des Rechnungsstellers als strukturierte Datengruppe. Der Briefkopf im PDF ersetzt die XML-Felder nicht.
- BR-09Ländercode des Verkäufers (BT-40) fehlt
In der Verkäuferanschrift fehlt der Ländercode. Klassischer Auslöser: Bei Inlandsrechnungen wird das Länderfeld als selbstverständlich weggelassen, die Norm verlangt es trotzdem.
- BR-10Postanschrift des Käufers fehlt
Die Rechnung enthält keine Postanschrift des Käufers (BG-8). Häufigster Auslöser: Der Kunde ist in den Stammdaten nur mit Namen und E-Mail angelegt.
- BR-11Ländercode in der Käuferanschrift fehlt
Die Postanschrift des Käufers enthält keinen Ländercode (BT-55). Tritt oft auf, wenn das Land bei Inlandskunden als selbstverständlich weggelassen wird.
- BR-12Summe der Positionsnettobeträge fehlt
In der Rechnung fehlt die Summe der Positionsnettobeträge (BT-106). Meist legt die Software den Summenblock unvollständig an oder lässt ihn bei positionslosen Belegen leer.
- BR-13Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer fehlt
In der Rechnung fehlt der Gesamtbetrag ohne Umsatzsteuer (BT-109). Häufigster Auslöser: Der Summenblock wird nur teilweise geschrieben, weil die Quelldaten nur den Bruttobetrag kennen.
- BR-14Rechnungsbetrag mit Umsatzsteuer fehlt
In der Rechnung fehlt der Gesamtbetrag mit Umsatzsteuer (BT-112). Meist schreibt die Software den Summenblock unvollständig oder verwechselt Brutto- und Zahlbetrag.
- BR-15Fälliger Zahlbetrag fehlt
In der Rechnung fehlt der fällige Zahlbetrag (BT-115). Tritt oft auf, wenn Software nur den Bruttobetrag schreibt und den Zahlbetrag für redundant hält.
- BR-16Rechnung enthält keine einzige Rechnungsposition
Eine E-Rechnung muss mindestens eine Rechnungszeile (BG-25) enthalten. Der Fehler trifft vor allem Summenrechnungen und PDF-Konverter, die nur Kopfdaten befüllen.
- BR-17Name des Zahlungsempfängers fehlt
Wenn ein vom Verkäufer abweichender Zahlungsempfänger (BG-10) angegeben wird, muss dessen Name (BT-59) in der Rechnung stehen. Typischer Auslöser: Factoring-Angaben ohne Namensfeld.
- BR-18Name des Steuervertreters fehlt
Gibt die Rechnung einen Steuervertreter des Verkäufers (BG-11) an, muss dessen Name (BT-62) enthalten sein. Betrifft fast nur ausländische Unternehmen mit Fiskalvertretung.
- BR-19Anschrift des Steuervertreters fehlt
Wird ein Steuervertreter des Verkäufers (BG-11) angegeben, muss die Rechnung auch dessen Postanschrift (BG-12) enthalten. Meist fehlt der ganze Adressblock, nicht nur ein Feld.
- BR-20Ländercode in der Anschrift des Steuervertreters fehlt
Die Anschrift des Steuervertreters (BG-12) muss einen Ländercode (BT-69) enthalten. Häufig ist die Adresse zwar befüllt, aber ohne das ISO-Länderkennzeichen.
- BR-21Rechnungsposition ohne Positionsnummer
Jede Rechnungszeile (BG-25) braucht eine eindeutige Kennung (BT-126). Der Fehler entsteht, wenn die erzeugende Software keine Zeilennummern vergibt oder das Feld leer lässt.
- BR-22Menge in der Rechnungsposition fehlt
Eine Rechnungszeile enthält keine abgerechnete Menge (BT-129). Häufigster Auslöser: Pauschalpositionen oder Textzeilen ohne Mengenangabe.
- BR-23Mengeneinheit in der Rechnungsposition fehlt
Eine Rechnungszeile hat eine Menge, aber keinen Einheitencode (BT-130). Häufigster Auslöser: Die Einheit ist als Freitext wie „Std.
- BR-24Nettobetrag der Rechnungsposition fehlt
Eine Rechnungszeile enthält keinen Positionsnettobetrag (BT-131). Meist berechnet die Software den Zeilenbetrag nicht, sondern erwartet ihn aus den Quelldaten.
- BR-25Artikelname in der Rechnungsposition fehlt
Eine Rechnungszeile enthält keine Bezeichnung der Ware oder Leistung (BT-153). Häufigster Auslöser: Die Bezeichnung steht nur im Beschreibungsfeld oder in einer separaten Textzeile.
- BR-31Nachlass auf Dokumentenebene ohne Betrag
Die Rechnung enthält einen Nachlass auf Dokumentenebene (BG-20), aber das Betragsfeld BT-92 fehlt. Häufigster Auslöser: die Software legt den Nachlass-Block an, ohne ihn zu füllen.
- BR-32Nachlass auf Dokumentenebene ohne Umsatzsteuer-Kategorie
Ein Nachlass auf Dokumentenebene (BG-20) braucht einen Umsatzsteuer-Kategoriecode (BT-95). Fehlt er, kann der Empfänger den Abzug keiner Steuerposition zuordnen.
- BR-33Nachlass auf Dokumentenebene ohne Grund
Ein Nachlass auf Dokumentenebene (BG-20) braucht einen Grund als Freitext (BT-97) oder als Code (BT-98). Meist fehlt schlicht der Eintrag im Rabatt-Formular der Software.
- BR-36Zuschlag auf Dokumentenebene ohne Betrag
Die Rechnung enthält einen Zuschlag auf Dokumentenebene (BG-21), aber das Betragsfeld BT-99 fehlt. Typisch, wenn die Software den Zuschlag-Block anlegt, ohne ihn zu füllen.
- BR-37Zuschlag auf Dokumentenebene ohne Umsatzsteuer-Kategorie
Ein Zuschlag auf Dokumentenebene (BG-21) braucht einen Umsatzsteuer-Kategoriecode (BT-102). Ohne ihn kann der Aufschlag keiner Steuerbemessungsgrundlage zugeordnet werden.
- BR-38Zuschlag auf Dokumentenebene ohne Grund
Ein Zuschlag auf Dokumentenebene (BG-21) braucht einen Grund als Freitext (BT-104) oder als Code (BT-105). Meist bleibt das Bezeichnungsfeld in der Software leer.
- BR-41Positionsnachlass ohne Betrag
Ein Nachlass auf Positionsebene (BG-27) braucht ein Betragsfeld (BT-136). Der Fehler entsteht meist, wenn ein Prozentrabatt erfasst wird, aber der ausgerechnete Betrag nicht in die XML kommt.
- BR-42Positionsnachlass ohne Grund
Ein Nachlass auf Positionsebene (BG-27) braucht einen Grund als Freitext (BT-139) oder als Code (BT-140). Häufig wird nur der Rabattbetrag erfasst und das Grundfeld bleibt leer.
- BR-43Zuschlag auf Positionsebene ohne Betrag
Eine Rechnungsposition enthält einen Zuschlag (BG-28), aber keinen Zuschlagsbetrag (BT-141). Meist legt die Software den Zuschlagsblock an, ohne den Betrag zu füllen.
- BR-44Zuschlag auf Positionsebene ohne Begründung
Ein Zuschlag in einer Rechnungsposition (BG-28) braucht einen Grund als Freitext (BT-144) oder als Code (BT-145). Fehlt beides, lehnt der Validator die Rechnung ab.
- BR-45Steueraufschlüsselung ohne Bemessungsgrundlage
In der Umsatzsteuer-Aufschlüsselung (BG-23) fehlt der zu versteuernde Betrag (BT-116). Ohne Bemessungsgrundlage kann der Empfänger die Steuer nicht nachrechnen.
- BR-46Steueraufschlüsselung ohne Steuerbetrag
In der Umsatzsteuer-Aufschlüsselung (BG-23) fehlt der Steuerbetrag der Kategorie (BT-117). Auch bei steuerfreien Umsätzen muss das Feld vorhanden sein, dann mit 0.00.
- BR-47Steueraufschlüsselung ohne Kategorie-Code
Jede Zeile der Umsatzsteuer-Aufschlüsselung (BG-23) muss über einen Kategorie-Code (BT-118) definiert sein, etwa S für Standardsatz oder AE für Reverse Charge.
- BR-48Steueraufschlüsselung ohne Steuersatz
In der Umsatzsteuer-Aufschlüsselung (BG-23) fehlt der Steuersatz (BT-119). Er ist Pflicht für alle Kategorien außer O (nicht steuerbar), auch bei 0 % muss er als 0.00 dastehen.
- BR-49Zahlungsangaben ohne Zahlungsart-Code
Die Rechnung enthält Zahlungsangaben (BG-16), aber keinen Code für die Zahlungsart (BT-81). Häufig steht die IBAN in der XML, der Code 58 für SEPA-Überweisung fehlt aber.
- BR-50Kontoverbindung angekündigt, aber IBAN fehlt
Die Rechnung enthält eine Überweisungsangabe, aber keine Kontonummer (BT-84). Meist legt die Software den Konto-Block an, ohne dass eine IBAN hinterlegt ist.
- BR-51Vollständige Kartennummer in der Rechnung
Bei Kartenzahlung darf die Rechnung nie die komplette Kartennummer (BT-87) enthalten. Erlaubt sind höchstens die ersten 6 und letzten 4 Ziffern.
- BR-52Anlage ohne Dokumentenreferenz
Jede rechnungsbegleitende Anlage (BG-24) braucht eine Kennung (BT-122), etwa einen Dateinamen oder eine Belegnummer. Fehlt sie, lehnt der Validator die Rechnung ab.
- BR-53USt-Betrag in Buchungswährung fehlt
Wenn eine abweichende USt-Buchungswährung (BT-6) angegeben ist, muss der Steuerbetrag auch in dieser Währung (BT-111) stehen. Meist ist BT-6 versehentlich gesetzt.
- BR-54Artikel-Attribut ohne Name oder Wert
Jedes Artikel-Attribut (BG-32) braucht beides: einen Namen (BT-160) und einen Wert (BT-161). Halb gefüllte Attribute wie „Farbe:“ ohne Angabe lehnt der Validator ab.
- BR-55Verweis auf Vorgängerrechnung ohne Rechnungsnummer
Jeder Verweis auf eine Vorgängerrechnung (BG-3) muss deren Rechnungsnummer (BT-25) enthalten. Tritt vor allem bei Korrekturrechnungen und Gutschriften auf.
- BR-56Steuervertreter ohne Umsatzsteuer-ID
Die Rechnung nennt einen Steuervertreter des Verkäufers (BG-11), aber ohne dessen USt-IdNr. (BT-63). Meist gehört der ganze Block gar nicht in die Rechnung.
BR-CO: Rechen- und Konsistenzregeln
Summen müssen aufgehen, abhängige Felder zusammenpassen.
- BR-CO-03Steuerdatum und Steuerdatum-Code schließen sich aus
Die Rechnung enthält sowohl ein Umsatzsteuer-Datum (BT-7) als auch einen Umsatzsteuer-Datum-Code (BT-8). Erlaubt ist nur eines von beiden, meist füllt die Software beide Felder gleichzeitig.
- BR-CO-10Positionssumme stimmt nicht mit den Rechnungszeilen überein
Die Summe der Positionsnettobeträge (BT-106) muss exakt der Addition aller Zeilennettobeträge (BT-131) entsprechen. Häufigster Auslöser: Rundungsdifferenzen zwischen Positions- und Summenberechnung.
- BR-CO-11Nachlasssumme passt nicht zu den einzelnen Nachlässen
Die Summe der Nachlässe auf Dokumentebene (BT-107) muss der Addition aller einzelnen Nachlassbeträge (BT-92) entsprechen. Bricht meist, wenn Rabatte teils als Position, teils als Dokumentnachlass erfasst sind.
- BR-CO-12Zuschlagssumme passt nicht zu den einzelnen Zuschlägen
Die Summe der Zuschläge auf Dokumentebene (BT-108) muss der Addition aller einzelnen Zuschlagsbeträge (BT-99) entsprechen. Bricht typischerweise bei Versandkosten, die doppelt oder nur im Summenfeld erfasst sind.
- BR-CO-13Nettosumme der Rechnung stimmt rechnerisch nicht
Der Rechnungsgesamtbetrag ohne Umsatzsteuer (BT-109) muss aus Positionssumme minus Nachlässen plus Zuschlägen bestehen. Häufigster Auslöser: Nachlässe oder Zuschläge wurden doppelt oder gar nicht eingerechnet.
- BR-CO-14Gesamtsteuerbetrag passt nicht zur Steueraufschlüsselung
Der ausgewiesene Umsatzsteuer-Gesamtbetrag (BT-110) muss der Summe der Steuerbeträge aller Steuerkategorien (BT-117) entsprechen. Bricht meist durch Rundung über mehrere Steuersätze hinweg.
- BR-CO-15Bruttosumme ist nicht Netto plus Umsatzsteuer
Der Rechnungsgesamtbetrag mit Umsatzsteuer (BT-112) muss exakt Nettobetrag (BT-109) plus Steuerbetrag (BT-110) sein. Bricht meist als Folgefehler einer falschen Netto- oder Steuersumme.
- BR-CO-17Umsatzsteuer pro Steuersatz stimmt nicht
Die Steuer je Steuersatz muss sich exakt aus Bemessungsgrundlage mal Satz ergeben, auf zwei Stellen gerundet. Warum das an der Rundung scheitert und nicht am Rechnen.
- BR-CO-18Rechnung hat keine Steueraufschlüsselung
Jede E-Rechnung braucht mindestens eine Steueraufschlüsselung (BG-23), auch wenn keine Steuer anfällt. Tritt fast immer bei 0-%-Fällen wie Reverse Charge oder Steuerbefreiung auf.
- BR-CO-19Abrechnungszeitraum ohne Start- und Enddatum
Die Rechnung enthält einen Abrechnungszeitraum (BG-14), aber weder Startdatum noch Enddatum. Häufigster Auslöser ist ein leer angelegtes Zeitraum-Element.
- BR-CO-20Positions-Leistungszeitraum ohne Start- und Enddatum
Eine Rechnungsposition enthält einen Leistungszeitraum (BG-26), aber weder Startdatum noch Enddatum. Meist hat die Software das Zeitraum-Element leer angelegt.
- BR-CO-21Nachlass auf Dokumentebene ohne Begründung
Ein Rabatt auf Rechnungsebene (BG-20) braucht einen Grund als Text (BT-97) oder als Code (BT-98). Fehlt beides, lehnt der Validator die Rechnung ab.
- BR-CO-22Zuschlag auf Dokumentebene ohne Begründung
Ein Zuschlag auf Rechnungsebene (BG-21), etwa Versand- oder Anfahrtskosten, braucht einen Grund als Text (BT-104) oder Code (BT-105). Fehlt beides, schlägt die Prüfung fehl.
- BR-CO-23Positionsnachlass ohne Begründung
Ein Rabatt auf eine einzelne Rechnungsposition (BG-27) braucht einen Grund als Text (BT-139) oder Code (BT-140). Häufig geht die Angabe beim Export des Positionsrabatts verloren.
- BR-CO-24Positionszuschlag ohne Begründung
Ein Zuschlag auf eine einzelne Rechnungsposition (BG-28) braucht einen Grund als Text (BT-144) oder Code (BT-145). Typischer Auslöser: Der Zuschlag wird nur als Betrag exportiert.
- BR-CO-25Fälligkeitsdatum oder Zahlungsbedingungen fehlen
Sobald ein Betrag zu zahlen ist, verlangt EN 16931 entweder ein Fälligkeitsdatum oder eine Zahlungsbedingung. Warum „zahlbar sofort“ im PDF nicht reicht.
- BR-CO-26Keine eindeutige Kennung des Verkäufers
EN 16931 verlangt mindestens eine eindeutige Verkäufer-Kennung: USt-IdNr., Handelsregisternummer oder Verkäufer-ID. Was Kleinunternehmer ohne USt-IdNr. eintragen.
- BR-CO-27Kontokennung entweder als IBAN oder als proprietäre ID
Die Kontokennung des Zahlungsempfängers (BT-84) darf nur einmal angegeben werden: entweder als IBAN oder als sonstige Kontonummer, nicht beides zugleich.
BR-DEC: Dezimalstellen
Maximal zwei Nachkommastellen für Beträge.
- BR-DEC-01Nachlass auf Dokumentenebene mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Betrag eines Nachlasses auf Dokumentenebene (BT-92) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: ein prozentualer Rabatt wird berechnet und ungerundet in die XML geschrieben.
- BR-DEC-02Basisbetrag des Nachlasses mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Basisbetrag eines Nachlasses auf Dokumentenebene (BT-93) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Software übernimmt die intern geführte Zwischensumme ungerundet als Rabattbasis.
- BR-DEC-05Zuschlag auf Dokumentenebene mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Betrag eines Zuschlags auf Dokumentenebene (BT-99) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: ein prozentual berechneter Zuschlag wird ungerundet ausgegeben.
- BR-DEC-06Basisbetrag des Zuschlags mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Basisbetrag eines Zuschlags auf Dokumentenebene (BT-100) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die ungerundete Zwischensumme wird als Berechnungsbasis in die XML übernommen.
- BR-DEC-09Summe der Positionsnettobeträge mit mehr als zwei Nachkommastellen
Die Summe der Positionsnettobeträge (BT-106) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Software summiert ungerundete Positionswerte und schreibt das rohe Ergebnis in die XML.
- BR-DEC-10Summe der Nachlässe mit mehr als zwei Nachkommastellen
Die Summe der Nachlässe auf Dokumentenebene (BT-107) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Summe wird aus ungerundeten Einzelnachlässen gebildet.
- BR-DEC-11Summe der Zuschläge mit mehr als zwei Nachkommastellen
Die Summe der Zuschläge auf Dokumentenebene (BT-108) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Summe wird aus ungerundeten Einzelzuschlägen gebildet oder mit fester Vier-Stellen-Genauigkeit serialisiert.
- BR-DEC-17Rundungsbetrag mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Rundungsbetrag (BT-114) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Software schreibt eine intern berechnete Rundungsdifferenz ungerundet in die XML.
- BR-DEC-20Umsatzsteuerbetrag je Kategorie mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Steuerbetrag einer USt-Aufschlüsselung (BT-117) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Software schreibt das ungerundete Ergebnis aus Bemessungsgrundlage mal Steuersatz in die XML.
- BR-DEC-23Positionsnettobetrag mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Nettobetrag einer Rechnungsposition (BT-131) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: Menge mal Einzelpreis wird ungerundet in die XML geschrieben.
- BR-DEC-24Positionsnachlass mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Nachlassbetrag einer Rechnungsposition (BT-136) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: ein prozentualer Rabatt wird ungerundet aus der Basis berechnet.
- BR-DEC-25Basisbetrag des Positionsnachlasses mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Grundbetrag, auf den sich ein Positionsnachlass bezieht (BT-137), darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Software übernimmt den ungerundeten internen Positionswert als Basis.
- BR-DEC-27Positionszuschlag mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Zuschlagsbetrag einer Rechnungsposition (BT-141) darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: prozentuale Zuschläge wie Mindermengen- oder Energiezuschlag werden ungerundet übernommen.
- BR-DEC-28Basisbetrag des Positionszuschlags mit mehr als zwei Nachkommastellen
Der Grundbetrag, auf den sich ein Positionszuschlag bezieht (BT-142), darf höchstens zwei Nachkommastellen haben. Häufigster Auslöser: die Software übernimmt einen ungerundeten internen Wert als Bezugsgröße.
BR-S: Normalsatz (19 %/7 %)
Regeln für Rechnungen mit regulärer Umsatzsteuer.
- BR-S-01Steueraufschlüsselung für Kategorie S fehlt
Mindestens eine Position, ein Nachlass oder ein Zuschlag ist mit dem Standardsteuersatz (Kategorie S) kategorisiert, aber die Steueraufschlüsselung enthält keinen Eintrag für S. Meist vergisst die Software den Summenblock.
- BR-S-02Position mit Standardsteuersatz, aber keine Verkäufer-USt-ID
Sobald eine Rechnungsposition die Kategorie S (Standardsatz) trägt, muss die Rechnung eine USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers enthalten. Meist fehlt die Angabe schlicht in den Stammdaten.
- BR-S-03Nachlass mit Standardsteuersatz, aber keine Verkäufer-USt-ID
Trägt ein Nachlass auf Dokumentebene die Kategorie S (Standardsatz), muss die Rechnung eine USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers enthalten. Der Auslöser liegt fast nie beim Nachlass selbst.
- BR-S-04Zuschlag mit Standardsteuersatz, aber keine Verkäufer-USt-ID
Trägt ein Zuschlag auf Dokumentebene die Kategorie S (Standardsatz), muss die Rechnung eine USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers enthalten. Typischer Kandidat: die Versandkostenpauschale.
- BR-S-05Position mit Kategorie S, aber Steuersatz 0
Eine Rechnungsposition mit Kategorie S (Standardsatz) muss einen Steuersatz größer als 0 tragen. Meist steht 0 im Satzfeld, weil eigentlich eine andere Kategorie gemeint war oder das Feld leer blieb.
- BR-S-06Nachlass mit Kategorie S, aber Steuersatz 0
Ein Nachlass auf Dokumentebene mit Kategorie S (Standardsatz) muss einen Steuersatz größer als 0 tragen. Häufigster Auslöser: die Software schreibt Rabatte ohne Satz ins XML.
- BR-S-07Zuschlag mit Kategorie S, aber Steuersatz 0
Ein Zuschlag auf Dokumentebene mit Kategorie S (Standardsatz) muss einen Steuersatz größer als 0 tragen. Klassiker: Versandkosten werden ohne Steuersatz exportiert.
BR-AE: Reverse Charge (§13b)
Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers, typisch bei Bauleistungen.
- BR-AE-01Reverse Charge ohne passende Steueraufschlüsselung
Mindestens eine Position trägt die Kategorie AE (Reverse Charge), aber in der Steueraufschlüsselung fehlt die zugehörige AE-Gruppe. Häufig fehlt der Aufschlüsselungs-Block komplett.
- BR-AE-02Rechnungszeile mit Reverse Charge, aber USt-IdNr. fehlt
Eine Rechnungszeile trägt die Steuerkategorie AE (Reverse Charge), aber die Rechnung enthält nicht die USt-IdNr. von Verkäufer und Käufer. Meist fehlt die des Käufers.
- BR-AE-03Nachlass mit Reverse Charge, aber USt-IdNr. fehlt
Ein Nachlass auf Dokumentebene trägt die Steuerkategorie AE (Reverse Charge), aber die Rechnung enthält nicht die USt-IdNr. von Verkäufer und Käufer. Meist fehlt die des Käufers.
- BR-AE-04Zuschlag mit Reverse Charge, aber USt-IdNr. fehlt
Ein Zuschlag auf Dokumentebene (z. B. Anfahrtspauschale) trägt die Steuerkategorie AE, aber die USt-IdNr. von Verkäufer oder Käufer fehlt in der Rechnung.
- BR-AE-05Reverse-Charge-Position mit Steuersatz ungleich 0
Eine Rechnungszeile mit Steuerkategorie AE (Reverse Charge) muss den Steuersatz 0 tragen. Häufigster Auslöser: die 19 % aus dem Artikelstamm bleiben stehen.
- BR-AE-06Nachlass mit Reverse Charge muss Steuersatz 0 haben
Ein Nachlass auf Dokumentebene trägt die Steuerkategorie AE (Reverse Charge), aber sein Steuersatz ist nicht 0. Meist hat die Software den regulären Satz von 19 % mitkopiert.
- BR-AE-07Zuschlag mit Reverse Charge muss Steuersatz 0 haben
Ein Zuschlag auf Dokumentebene trägt die Steuerkategorie AE (Reverse Charge), aber sein Steuersatz ist nicht 0. Typischer Auslöser sind Versand- oder Fahrtkosten mit voreingestellten 19 %.
- BR-AE-08Bemessungsgrundlage der Reverse-Charge-Aufschlüsselung stimmt nicht
Die Steueraufschlüsselung für Kategorie AE (Reverse Charge) nennt eine Bemessungsgrundlage, die nicht der Summe der AE-Positionen abzüglich Nachlässen plus Zuschlägen entspricht.
- BR-AE-09Steuerbetrag bei Reverse Charge muss 0 sein
Die Steueraufschlüsselung für Kategorie AE (Reverse Charge) weist einen Steuerbetrag ungleich 0 aus. Bei Umkehrung der Steuerschuldnerschaft darf der Verkäufer keine Steuer berechnen.
- BR-AE-10Hinweis auf Umkehr der Steuerschuldnerschaft fehlt
Die Steueraufschlüsselung mit Kategorie AE (Reverse Charge) enthält weder einen Befreiungsgrund-Text noch einen Befreiungsgrund-Code. Der §13b-Hinweis muss als Datenfeld in der XML stehen.
BR-E: Steuerbefreite Umsätze
Rechnungen mit Steuerbefreiung nach §4 UStG.
- BR-E-01Steuerbefreite Positionen ohne USt-Aufschlüsselung der Kategorie E
Die Rechnung enthält Positionen, Nachlässe oder Zuschläge mit der USt-Kategorie E (steuerbefreit), aber keine oder mehrere zugehörige Aufschlüsselungsgruppen. Verlangt ist genau eine.
- BR-E-05Steuerbefreite Rechnungszeile mit Steuersatz ungleich 0
Eine Rechnungsposition trägt die USt-Kategorie E (steuerbefreit), aber ihr Steuersatz ist nicht 0. Häufigster Auslöser: Der Standardsatz 19 % bleibt beim Umstellen der Kategorie stehen.
- BR-E-06Steuerbefreiter Nachlass mit Steuersatz ungleich 0
Ein Nachlass auf Dokumentenebene trägt die USt-Kategorie E (steuerbefreit), aber sein Steuersatz ist nicht 0. Meist übernimmt die Software den Satz der Hauptpositionen statt den der befreiten.
- BR-E-07Steuerbefreiter Zuschlag mit Steuersatz ungleich 0
Ein Zuschlag auf Dokumentenebene trägt die USt-Kategorie E (steuerbefreit), aber sein Steuersatz ist nicht 0. Typisch bei Versand- oder Verpackungskosten, die pauschal den Standardsatz erben.
- BR-E-08Bemessungsgrundlage der Kategorie E stimmt nicht mit den Positionen überein
Die Bemessungsgrundlage in der USt-Aufschlüsselung der Kategorie E (steuerbefreit) muss der Summe aller E-Positionen abzüglich E-Nachlässen plus E-Zuschlägen entsprechen. Meist stimmt die Summenbildung der Software nicht.
- BR-E-09Steuerbetrag der Kategorie E muss 0 sein
In der USt-Aufschlüsselung der Kategorie E (steuerbefreit) steht ein Steuerbetrag ungleich 0. Häufigster Auslöser: Die Software rechnet den Betrag aus einem falsch stehengebliebenen Steuersatz hoch.
- BR-E-10Steuerbefreiung ohne Angabe des Befreiungsgrunds
Die USt-Aufschlüsselung der Kategorie E (steuerbefreit) nennt weder einen Befreiungsgrund als Text noch als Code. Auf Papierrechnungen genügt der Hinweis im Fließtext, in der E-Rechnung braucht es das strukturierte Feld.
BR-IC: Innergemeinschaftliche Lieferung
B2B-Lieferungen in andere EU-Länder (§6a UStG).
- BR-IC-03USt-IdNrn fehlen bei Nachlass mit innergemeinschaftlicher Lieferung
Ein Nachlass auf Dokumentebene trägt die Steuerkategorie K (innergemeinschaftliche Lieferung), aber es fehlt die USt-IdNr des Verkäufers oder des Käufers. Häufigster Auslöser: die Käufer-USt-IdNr wurde nicht in den Kundenstammdaten erfasst.
- BR-IC-04USt-IdNrn fehlen bei Zuschlag mit innergemeinschaftlicher Lieferung
Ein Zuschlag auf Dokumentebene (z. B. Versandkosten) trägt die Steuerkategorie K, aber die USt-IdNr des Verkäufers oder des Käufers fehlt in der Rechnung.
- BR-IC-05Steuersatz der Position muss bei innergemeinschaftlicher Lieferung 0 sein
Eine Rechnungsposition trägt die Steuerkategorie K (innergemeinschaftliche Lieferung), aber der Steuersatz der Position ist nicht 0. Meist steht dort noch ein übernommener 19-%-Satz aus dem Artikelstamm.
- BR-IC-06Steuersatz des Nachlasses muss bei innergemeinschaftlicher Lieferung 0 sein
Ein Nachlass auf Dokumentebene trägt die Steuerkategorie K, aber sein Steuersatz ist nicht 0. Typischer Auslöser: der Rabatt übernimmt den Standardsatz aus der Software statt den Satz der zugehörigen Positionen.
- BR-IC-07Steuersatz des Zuschlags muss bei innergemeinschaftlicher Lieferung 0 sein
Ein Zuschlag auf Dokumentebene trägt die Steuerkategorie K, aber sein Steuersatz ist nicht 0. Häufig betrifft es Fracht- oder Verpackungszuschläge, die den Inlandssatz aus den Stammdaten behalten.
- BR-IC-08Steuerbasis der K-Aufschlüsselung passt nicht zu den Positionssummen
Die Bemessungsgrundlage in der Steueraufschlüsselung mit Kategorie K stimmt nicht mit der Summe der zugehörigen Positionen, Nachlässe und Zuschläge überein. Häufigster Auslöser: ein Dokumentrabatt wird in der Basis nicht abgezogen.
- BR-IC-09Steuerbetrag bei innergemeinschaftlicher Lieferung muss 0 sein
In der Steueraufschlüsselung mit Kategorie K (innergemeinschaftliche Lieferung) steht ein Steuerbetrag ungleich 0. Häufigster Auslöser: die Software rechnet trotzdem Basis mal Satz oder übernimmt einen alten 19-%-Wert.
- BR-IC-10Befreiungsgrund fehlt bei innergemeinschaftlicher Lieferung
Die Steueraufschlüsselung mit Kategorie K braucht einen Befreiungsgrund als Code (BT-121) oder Text (BT-120). Häufigster Auslöser: der Hinweis steht nur im PDF-Layout, nicht als Datenfeld im XML.
- BR-IC-11Lieferdatum oder Abrechnungszeitraum fehlt bei innergemeinschaftlicher Lieferung
Enthält die Rechnung eine Steueraufschlüsselung mit Kategorie K, muss das tatsächliche Lieferdatum (BT-72) oder ein Abrechnungszeitraum (BG-14) angegeben sein. Meist fehlt schlicht das Lieferdatum im Erfassungsdialog.
- BR-IC-12Lieferland fehlt bei innergemeinschaftlicher Lieferung
Die Rechnung weist eine innergemeinschaftliche Lieferung aus, enthält aber keinen Ländercode der Lieferanschrift. Häufigster Auslöser: die Lieferadresse wird gar nicht in die XML übernommen, weil sie der Rechnungsadresse entspricht.
BR-G: Ausfuhr (Export)
Steuerfreie Ausfuhrlieferungen in Drittländer (§6 UStG).
- BR-G-01Export-Positionen ohne USt-Aufschlüsselung der Kategorie G
Die Rechnung enthält Positionen, Nachlässe oder Zuschläge mit der USt-Kategorie G (Ausfuhr außerhalb der EU), aber keine oder mehrere zugehörige Aufschlüsselungsgruppen. Verlangt ist genau eine.
- BR-G-04Export-Zuschlag ohne Steuer-Identifikation des Verkäufers
Ein Zuschlag auf Dokumentenebene trägt die Steuerkategorie G (Export außerhalb der EU), aber der Rechnung fehlt USt-IdNr., Steuernummer oder Steuervertreter-USt-ID des Verkäufers.
- BR-G-05Exportzeile mit Steuersatz ungleich 0
Eine Rechnungszeile mit Steuerkategorie G (Export außerhalb der EU) muss den Steuersatz 0 tragen. Häufigster Auslöser: die Software übernimmt den 19-%-Standardsatz aus dem Artikelstamm.
- BR-G-06Export-Nachlass mit Steuersatz ungleich 0
Ein Nachlass auf Dokumentenebene mit Steuerkategorie G (Export außerhalb der EU) muss den Steuersatz 0 tragen. Meist übernimmt die Software beim Rabatt den Standardsatz statt des Satzes der Exportzeilen.
- BR-G-07Export-Zuschlag mit Steuersatz ungleich 0
Ein Zuschlag auf Dokumentenebene mit Steuerkategorie G (Export außerhalb der EU) muss den Steuersatz 0 tragen. Klassischer Auslöser: Versand- oder Verpackungskosten mit 19-%-Default.
BR-Z: Nullsatz
Umsätze mit 0 % Steuersatz – in Deutschland selten.
- BR-Z-01Nullsatz verwendet, aber keine passende USt-Aufschlüsselung
Sobald eine Position, ein Nachlass oder ein Zuschlag die Steuerkategorie Z (Nullsatz) trägt, muss die Umsatzsteuer-Aufschlüsselung genau eine Gruppe mit Kategorie Z enthalten. Häufigster Auslöser: die Software erzeugt die Aufschlüsselung nicht oder doppelt.
- BR-Z-02Nullsatz-Position ohne Steueridentifikation des Verkäufers
Enthält eine Rechnungszeile die Steuerkategorie Z (Nullsatz), muss die Rechnung eine USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers tragen. Häufigster Auslöser: unvollständige Stammdaten.
- BR-Z-03Nullsatz-Nachlass ohne Steueridentifikation des Verkäufers
Trägt ein Nachlass auf Dokumentebene die Steuerkategorie Z, muss die Rechnung eine USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers enthalten. Häufigster Auslöser: der Rabatt erbt die Kategorie Z, während die Stammdaten unvollständig sind.
- BR-Z-05Nullsatz-Position mit Steuersatz ungleich 0
Eine Rechnungsposition mit Steuerkategorie Z (Nullsatz) muss den Steuersatz 0 tragen. Häufigster Auslöser: die Kategorie wurde auf Z gestellt, der Prozentsatz aber bei 19 oder 7 belassen.
- BR-Z-06Nullsatz-Nachlass mit Steuersatz ungleich 0
Ein Nachlass auf Dokumentebene mit Steuerkategorie Z muss den Steuersatz 0 tragen. Häufigster Auslöser: der Rabatt erbt die Kategorie Z von den Positionen, der Prozentsatz bleibt aber gefüllt.
- BR-Z-07Nullsatz-Zuschlag mit Steuersatz ungleich 0
Ein Zuschlag auf Dokumentebene mit Steuerkategorie Z muss den Steuersatz 0 tragen. Häufigster Auslöser: Versand- oder Verpackungskosten übernehmen die Kategorie Z, behalten aber einen Prozentsatz größer null.
- BR-Z-08Steuerbasis der Nullsatz-Aufschlüsselung stimmt nicht
In der Steueraufschlüsselung zur Kategorie Z muss der Basisbetrag exakt der Summe aller Z-Positionen plus Z-Zuschläge minus Z-Nachlässe entsprechen. Häufigster Auslöser: eine Position wurde umkategorisiert, die Aufschlüsselung aber nicht neu berechnet.
- BR-Z-09Steuerbetrag der Nullsatz-Aufschlüsselung muss 0 sein
In der Steueraufschlüsselung zur Kategorie Z muss der ausgewiesene Steuerbetrag exakt 0 sein. Häufigster Auslöser: die Software rechnet den Steuerbetrag mit einem falsch hinterlegten Prozentsatz aus.
- BR-Z-10Nullsatz-Aufschlüsselung darf keinen Befreiungsgrund tragen
Eine Steueraufschlüsselung mit Kategorie Z darf weder Befreiungsgrund-Text noch Befreiungsgrund-Code enthalten. Häufigster Auslöser: Verwechslung von Nullsatz (Z) und Steuerbefreiung (E).
BR-O: Nicht steuerbare Umsätze
Rechnungen außerhalb des Umsatzsteuerrechts.
- BR-O-09Steuerbetrag bei nicht steuerbaren Umsätzen ist nicht 0
In einer Steueraufschlüsselung mit Kategorie O (nicht steuerbar) muss der Steuerbetrag exakt 0 sein. Meist hat die Software trotzdem einen Steuersatz angewendet oder einen Restbetrag stehen lassen.
- BR-O-10Begründung für nicht steuerbaren Umsatz fehlt
Eine Steueraufschlüsselung mit Kategorie O (nicht steuerbar) braucht einen Befreiungsgrund als Text oder Code. Meist bleibt das Feld leer, weil die Software es nur für Kategorie E kennt.
- BR-O-11Neben Kategorie O sind keine weiteren Steueraufschlüsselungen erlaubt
Enthält die Rechnung eine Steueraufschlüsselung mit Kategorie O (nicht steuerbar), darf es keine zweite Aufschlüsselungsgruppe geben. Gemischte Rechnungen mit O sind unzulässig.
- BR-O-12Nicht steuerbare Rechnung enthält Positionen mit anderer Steuerkategorie
Sobald die Steueraufschlüsselung die Kategorie O (nicht steuerbar) enthält, müssen alle Rechnungspositionen ebenfalls Kategorie O tragen. Gemischte Rechnungen sind unzulässig.
- BR-O-13Nicht steuerbare Rechnung enthält Nachlass mit anderer Steuerkategorie
Enthält die Steueraufschlüsselung die Kategorie O (nicht steuerbar), müssen auch alle Nachlässe auf Dokumentebene die Kategorie O tragen. Häufigster Auslöser: ein Rabatt, der mit dem Standard-Steuersatz angelegt wurde.
- BR-O-14Nicht steuerbare Rechnung enthält Zuschlag mit anderer Steuerkategorie
Enthält die Steueraufschlüsselung die Kategorie O (nicht steuerbar), müssen auch alle Zuschläge auf Dokumentebene die Kategorie O tragen. Typischer Auslöser: eine Versand- oder Bearbeitungspauschale mit 19 %.
BR-FX: Factur-X/ZUGFeRD-spezifisch
Zusatzregeln des Hybrid-Formats.
PEPPOL-Regeln
Zusätzliche Prüfungen aus dem PEPPOL-Netzwerk.
- PEPPOL-EN16931-R001Geschäftsprozess-Kennung (BT-23) fehlt
Für den Versand über das Peppol-Netz muss die Rechnung eine Geschäftsprozess-Kennung enthalten. Häufigster Auslöser: die Software füllt nur die Spezifikations-Kennung (BT-24), lässt BT-23 aber leer.
- PEPPOL-EN16931-R005Steuerwährung gleich Rechnungswährung
Die Währung für die Umsatzsteuer-Abrechnung (BT-6) darf nur angegeben werden, wenn sie sich von der Rechnungswährung (BT-5) unterscheidet. Häufigster Auslöser: die Software schreibt EUR in beide Felder.
- PEPPOL-EN16931-R008Leere Elemente in der Rechnung
Die Rechnung enthält ein XML-Element ohne Inhalt. Der Fehler kommt fast nie vom Nutzer, sondern vom erzeugenden Programm.
- PEPPOL-EN16931-R010Elektronische Adresse des Käufers fehlt
Die Rechnung muss eine elektronische Adresse des Käufers (BT-49) mit Schema-Kennung enthalten. Häufigster Auslöser: für den Kunden ist keine E-Mail- oder Peppol-Adresse hinterlegt.
- PEPPOL-EN16931-R040Abschlagsbetrag passt nicht zu Basis und Prozentsatz
Bei einem Nachlass oder Zuschlag stimmt der angegebene Betrag nicht mit Basisbetrag mal Prozentsatz überein. Meist eine Rundungs- oder Rechenabweichung der erzeugenden Software.
- PEPPOL-EN16931-R041Prozentsatz ohne Basisbetrag beim Nachlass oder Zuschlag
Ein Nachlass oder Zuschlag nennt einen Prozentsatz, aber keinen Basisbetrag. PEPPOL verlangt beide Felder paarweise, damit der Betrag nachrechenbar ist.
- PEPPOL-EN16931-R042Basisbetrag ohne Prozentsatz beim Nachlass oder Zuschlag
Ein Nachlass oder Zuschlag nennt einen Basisbetrag, aber keinen Prozentsatz. PEPPOL verlangt die beiden Felder nur paarweise, einzeln sind sie unzulässig.
- PEPPOL-EN16931-R043ChargeIndicator muss wörtlich true oder false sein
Das Kennzeichen, das Nachlass von Zuschlag unterscheidet, enthält einen anderen Wert als die Literale true oder false. Häufigster Auslöser: die XML-Schema-Schreibweisen 1 und 0.
- PEPPOL-EN16931-R061Mandatsreferenz fehlt bei Lastschrift
Die Rechnung nennt Lastschrift als Zahlungsweg (Code 59), enthält aber keine SEPA-Mandatsreferenz (BT-89). Meist übernimmt die Software den Zahlungsweg aus den Stammdaten, die Mandatsdaten aber nicht.
- PEPPOL-EN16931-R101Dokumentreferenz auf Positionsebene falsch verwendet
Auf Positionsebene ist nur eine einzige Art von Dokumentreferenz erlaubt: die Objektkennung der Rechnungszeile (BT-128). Lieferschein- oder Bestellnummern je Position lösen den Fehler aus.
- PEPPOL-EN16931-R110Positionszeitraum beginnt vor dem Rechnungszeitraum
Der Leistungszeitraum einer Rechnungsposition (BT-134) startet früher als der Abrechnungszeitraum der Rechnung (BT-73). Häufig ragt eine einzelne Position in den Vormonat hinein.
- PEPPOL-EN16931-R111Positionszeitraum endet nach dem Rechnungszeitraum
Der Leistungszeitraum einer Rechnungsposition (BT-135) endet später als der Abrechnungszeitraum der Rechnung (BT-74). Typisch, wenn eine Leistung über das Monatsende hinausläuft.
- PEPPOL-EN16931-R121Preis-Basismenge muss größer als null sein
Die Basismenge des Einheitspreises (BT-149) ist null oder negativ. Fast immer schreibt die Software eine 0 als Standardwert in das Feld, statt es wegzulassen.
- PEPPOL-EN16931-R130Einheit der Preis-Basismenge weicht von der Rechnungsmenge ab
Der Einheitencode der Preis-Basismenge (BT-150) muss mit dem der abgerechneten Menge (BT-130) übereinstimmen. Meist exportiert die Software zwei verschiedene Codes für dieselbe Einheit.
Begleitet einführen, solange Fehler noch folgenlos sind
Rechnung wie gewohnt schreiben, den passenden Einlieferungsweg richten wir gemeinsam ein, wir machen daraus die konforme E-Rechnung. Kostenlos bis Ende 2026, ohne Abo und ohne Softwarewechsel.