Belegschmied
BR-Z-02EN 16931

BR-Z-02: Nullsatz-Position ohne Steueridentifikation des Verkäufers

Enthält eine Rechnungszeile die Steuerkategorie Z (Nullsatz), muss die Rechnung eine USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers tragen. Häufigster Auslöser: unvollständige Stammdaten.

Regeltext im Prüfregelwerk

An Invoice that contains an Invoice line where the Invoiced item VAT category code (BT-151) is "Zero rated" shall contain the Seller VAT Identifier (BT-31), the Seller tax registration identifier (BT-32) and/or the Seller tax representative VAT identifier (BT-63).

BG-25BT-151BT-31BT-32BT-63

Wer Umsätze zum Nullsatz abrechnet, muss steuerlich identifizierbar sein. Genau das prüft BR-Z-02 auf Ebene der Rechnungszeilen.

Was die Regel prüft

Die Kategorie Z steht für „Zero rated": steuerbare Umsätze mit echtem Nullsatz, in Deutschland praktisch nur die Photovoltaik-Lieferungen nach §12 Abs. 3 UStG. Wenn eine Rechnungszeile (BG-25, BG = Business Group, eine Feldgruppe der Norm) im Feld Invoiced item VAT category code (BT-151) ein Z trägt, verlangt die Regel mindestens eine dieser Angaben in der Rechnung: die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Verkäufers (BT-31), seine Steuernummer (BT-32) oder die USt-IdNr. eines Steuervertreters (BT-63).

Die Schwesterregeln BR-Z-03 und BR-Z-04 prüfen dasselbe für Nachlässe und Zuschläge auf Dokumentebene.

Warum sie in der Praxis fehlschlägt

Fast immer sind die Stammdaten unvollständig: Die erzeugende Software hat weder USt-IdNr. noch Steuernummer des Betriebs hinterlegt, und solange nur Standardsätze abgerechnet werden, fällt das je nach Profil nicht auf. Mit der ersten Nullsatz-Rechnung schlägt die Prüfung an.

Zweiter Fall: Die Nummer ist zwar erfasst, landet aber im falschen Element, etwa als Freitext im Firmennamen oder in einer Notiz statt im strukturierten Feld ram:SpecifiedTaxRegistration. Für den Validator ist sie damit nicht vorhanden.

Dritter Fall: Kleinunternehmer nach §19 UStG wählen fälschlich Z, weil sie „keine Steuer ausweisen". Der Kleinunternehmer-Fall ist aber kein Nullsatz, sondern läuft über eine eigene Befreiungslogik. Dann ist nicht die fehlende Nummer das eigentliche Problem, sondern die Kategorie.

So behebst du den Fehler

Hinterlege USt-IdNr. (BT-31) oder Steuernummer (BT-32) in den Stammdaten deiner Software, dann steht sie in jeder Rechnung. In der CII-Syntax gehört sie in ram:SellerTradeParty/ram:SpecifiedTaxRegistration, mit schemeID="VA" für die USt-IdNr. und schemeID="FC" für die Steuernummer. In Belegschmied genügt es, die Nummer einmal in den Firmendaten einzutragen.

XML-Beispiel: vorher und nachher

<!-- verletzt BR-Z-02: Zeile mit Kategorie Z, aber Verkäufer ohne Steuer-Registrierung -->
<ram:SellerTradeParty>
  <ram:Name>Elektro Kaiser GmbH</ram:Name>
  <ram:PostalTradeAddress>
    <!-- … -->
  </ram:PostalTradeAddress>
</ram:SellerTradeParty>
<ram:SellerTradeParty>
  <ram:Name>Elektro Kaiser GmbH</ram:Name>
  <ram:PostalTradeAddress>
    <!-- … -->
  </ram:PostalTradeAddress>
  <ram:SpecifiedTaxRegistration>
    <ram:ID schemeID="VA">DE123456789</ram:ID>
  </ram:SpecifiedTaxRegistration>
</ram:SellerTradeParty>

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Gepflegt von Emilio Irmscher, Gründer von Belegschmied. Über den Autor