Studie · Testlauf 04.09.2026
Was Gratis-Konverter aus einer sauberen PDF-Rechnung machen
Zwei fachlich einwandfreie, fiktive PDF-Rechnungen, 10 frei zugängliche PDF-zu-E-Rechnung-Konverter, jede erhaltene Datei validiert gegen EN 16931 und XRechnung, jeder Wert gegen das Ausgangs-PDF verglichen. Das Ergebnis: 5 von 9 Anbietern lasen mindestens eine Angabe falsch aus oder deuteten sie falsch, von der ersetzten Verkäuferin über das Skonto-Datum als Fälligkeit bis zur Umsatzsteuer auf einer steuerfreien Rechnung. Ob am Ende eine konforme Datei herauskam, hing dagegen vor allem an einer Designentscheidung: ob das Tool den Export bei Lücken sperrt oder durchwinkt.
Kernbefunde
Anbietern lasen mindestens eine Angabe falsch aus oder deuteten sie falsch, vom ersetzten Absender bis zur unterstellten Umsatzsteuer.
Anbietern gaben mindestens eine Datei heraus, die die EN-16931-Prüfung nicht besteht. Konform wurde es fast nur dort, wo das Tool den Export bis zur Korrektur sperrt.
Anbietern scheiterten an der Kleinunternehmer-Rechnung nach § 19 UStG, der häufigsten Stolperstelle im Test.
beworbenen Gratis-Konvertern gaben die fertige Datei nur gegen Zahlung heraus.
Zählregel: Anbieter, von denen keine Datei zu gewinnen war (Bezahlschranke), zählen in keine Validitäts-Quote hinein, weder positiv noch negativ. Details in der Methodik.
Der Testaufbau: zwei Rechnungen, wie sie täglich vorkommen
Getestet wurde mit zwei eigens erstellten, vollständig fiktiven PDF-Rechnungen. Rechnung A ist eine Handwerker-Rechnung mit drei Positionen und 19 % Umsatzsteuer. Sie enthält drei dokumentierte Stolperstellen, die in echten Rechnungen ständig vorkommen: eine Skonto-Klausel mit beziffertem Skontobetrag, einen Leistungszeitraum und gemischte Mengeneinheiten (Stück, Stunden, pauschal). Rechnung B stammt von einer Kleinunternehmerin nach § 19 UStG: keine Umsatzsteuer, keine USt-IdNr, nur eine Steuernummer. Eine korrekte E-Rechnung muss das als Steuerbefreiung mit Begründung abbilden, nicht als 0 % oder gar 19 %.
Beide Rechnungen enthalten alle Pflichtangaben nach § 14 UStG, prüfziffernvalide Beispiel-IBANs und einen sauberen Textlayer, also beste Bedingungen für jede Extraktion. Wer den Test nachstellen will: Testrechnung A (PDF) und Testrechnung B (PDF) stehen zum Download frei.
Wie gut wurde ausgelesen?
Die eigentliche Leistung eines Konverters ist das Auslesen: Beträge, Parteien, Daten, Bankverbindung und Steuerlogik müssen aus dem PDF in die strukturierte Datei kommen. Das gelang 4 von 9 Anbietern fehlerfrei. Bei den übrigen 5 wich mindestens eine Angabe vom PDF ab oder wurde falsch gedeutet:
| Anbieter | Auslesen aus dem PDF | Umgang mit fehlenden Angaben | Ergebnisdateien |
|---|---|---|---|
| PDF24 |
| zeigt die Lücken im Formular an, bietet aber einen Export ohne Validierung an | 2 von 2 nicht konform |
| e-rechnung.tools | vollständig und richtig | sperrt den Download, bis die abgefragten Pflichtfelder ergänzt sind | alle 4 konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| erechnung-tool.de | vollständig und richtig | ZUGFeRD ohne Nachfragen; für XRechnung werden fehlende Angaben abgefragt, vorher kein Export | alle 4 konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| easy-e-invoice | vollständig und richtig | sperrt den Export, bis die abgefragten Felder gefüllt sind; verlangt dabei auch eine USt-IdNr, wo keine existiert | alle 2 konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| GetZUGFeRD | vollständig und richtig | ZUGFeRD ohne Nachfragen; für XRechnung werden die fehlenden Angaben angezeigt (nur Rechnung A frei testbar) | alle 1 konform |
| RechnungsHub |
| fragt nichts ab und exportiert direkt (nur ZUGFeRD im Angebot) | alle 2 konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| TaxLayer |
| warnt, verlangt ein Bestätigungshäkchen und exportiert trotzdem | 1 von 2 nicht konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| eu-rechnung.de |
| zeigt die fehlenden Pflichtangaben an und exportiert trotzdem | 2 von 2 nicht konform |
| Docuflair | nicht vergleichbar (siehe Anmerkung) | meldet Fehler im Formular, exportiert die XRechnung aber auch ohne die elektronischen Pflicht-Adressen | 3 von 4 nicht konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| Belegschmied eigenes Angebot | vollständig und richtig | sperrt den XRechnung-Export bis zur Ergänzung der Pflichtangaben; ZUGFeRD mit Hinweisen ohne Sperre | alle 4 konform (nach dokumentierten Eingriffen) |
| RechneX | — | — | keine Datei erhalten |
Docuflairs Texterkennung scheiterte an beiden PDFs so weitgehend, dass der Tester Werte ergänzen musste; ein fairer Auslese-Vergleich ist dort nicht möglich, der OCR-Ausfall selbst ist der Befund.
„Konform“ misst vor allem, ob das Tool den Export sperrt
Auf den ersten Blick wirkt die Konformitäts-Quote wie ein Qualitätsmaß: 8 der 23 erhaltenen Dateien bestehen die Prüfung nicht, verteilt auf 4 der 9 Anbieter. Beim Auslesen passierte bei fast allen Tools aber dasselbe: Die strukturell fehlenden Angaben (Empfänger-Adresse, teils Telefonnummer, Ländercode) fehlten überall. Der Unterschied liegt im Verhalten danach. Tools, die den Export sperren, bis die Lücken gefüllt sind, lieferten anschließend konforme Dateien. Tools, die nur warnen oder gar nichts sagen, lieferten Dateien mit fehlenden Ländercodes (BR-09, BR-11), fehlenden XRechnung-Pflichtangaben (BR-DE-5, BR-DE-6) oder Schema-Fehlern. Eine konforme Datei belegt hier also in erster Linie ein strenges Export-Gate, keine bessere Texterkennung; die dokumentierten Eingriffe je Anbieter stehen unter der Detailtabelle. Wer die Warnungen eines nachsichtigen Tools ignoriert, verschickt eine E-Rechnung, die der Empfänger ablehnen kann.
Die Kleinunternehmer-Rechnung als härteste Hürde
4 der 8 Anbieter, die Rechnung B konvertieren konnten, erzeugten daraus mindestens eine nicht valide Datei. Der Umgang mit der Steuerbefreiung war dabei durchweg das Problem: Ein Tool kodierte die steuerfreie Rechnung als „Standard rated“ mit 0 % Steuersatz, was die Regeln BR-S-02 und BR-S-05 verletzt. Ein anderes rechnete vor: „434,00 × 19 % ergibt 82,46, angegebener Steuerbetrag ist 0,00“, unterstellte der Kleinunternehmerin also 19 % Umsatzsteuer, und exportierte nach einem Bestätigungshäkchen trotzdem. Ein drittes verlangte zwingend eine USt-IdNr, die eine Kleinunternehmerin nicht hat; erst ein erfundener Wert machte den Export möglich.
Valide heißt nicht richtig
Die Validierung prüft, ob eine Datei in sich stimmig ist, nicht, ob sie die Rechnung wiedergibt. Der Test lieferte dafür zwei deutliche Beispiele. Bei einem Anbieter überschrieben die beim ersten Upload bestätigten Konto-Stammdaten die Absenderin der zweiten Rechnung: In der formal validen Datei sind Verkäuferin und Käuferin dieselbe Firma. Ein anderer übernahm das Skonto-Datum aus der Zahlungsklausel als Fälligkeitsdatum; aus „zahlbar bis 04.10.“ wurde so der 14.09. Beide Dateien hätte jeder Validator durchgewinkt. Wer konvertierte Rechnungen ungeprüft verschickt, verlässt sich darauf, dass so etwas nicht passiert.
Was kein PDF der Welt hergibt, und was „gratis“ oft heißt
Ein Teil der Nacharbeit im Test geht nicht auf die Tools: Eine XRechnung verlangt Angaben, die auf einer klassischen PDF-Rechnung schlicht nicht stehen, allen voran die E-Mail-Adresse des Empfängers (PEPPOL-EN16931-R010) und im B2G-Fall die Leitweg-ID. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt darin, wie sie damit umgehen: Die besseren fragen die fehlenden Angaben gezielt ab, bevor sie exportieren. Die schwächeren exportieren einfach, und die Pflichtangabe fehlt dann in der Datei.
2 der 10 als kostenlos beworbenen Konverter gaben die fertige Datei zudem nicht oder nur einmalig frei heraus: Bei einem stand der Download beider Formate hinter einer Einmalzahlung, beim anderen war nach der ersten Datei ein Premium-Upgrade fällig. Bemerkenswert ist die Mechanik dahinter: Konvertierung und Validierung laufen unbegrenzt, erst der Download ist gesperrt.
Alle Ergebnisse im Detail
Eine Zeile je erhaltener Datei. Rechnung A ist die Standard-Rechnung mit 19 % USt, Rechnung B die Kleinunternehmer-Rechnung. Verletzte Prüfregeln verlinken auf das Fehler-Lexikon. Die Anmerkungen unter der Tabelle nennen für jeden Anbieter, welche Angaben beim Test von Hand ergänzt werden mussten.
| Anbieter | Rechnung | Ausgabe | Valide | Verletzte Regeln | PDF/A | Inhalt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PDF24 | A | ZUGFeRD-PDF | nein | Schema (Ländercode fehlt), BR-09, BR-11 | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| B | ZUGFeRD-PDF | nein | Schema (Ländercode fehlt), BR-09, BR-11, BR-CO-26, BR-S-02, BR-S-05 | konform | Steuerbefreiung nach § 19 UStG als "Standard rated" mit 0 % kodiert statt als Kategorie E | |
| e-rechnung.tools | A | XRechnung-XML | ja | — | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| B | XRechnung-XML | ja | — | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| B | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| erechnung-tool.de | A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| A | XRechnung-XML | ja | — | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| B | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| B | XRechnung-XML | ja | — | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| easy-e-invoice | A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| B | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| GetZUGFeRD | A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| RechnungsHub | A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| B | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | Verkäuferin durch die Konto-Stammdaten ersetzt: Verkäuferin und Käuferin sind in der Datei identisch | |
| TaxLayer | A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | nicht konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| B | XRechnung-XML | nein | Schema (EndpointID falsch platziert), BR-CO-26, PEPPOL-EN16931-R020, PEPPOL-EN16931-R010, BR-DE-5, BR-DE-6 | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| eu-rechnung.de | A | ZUGFeRD-PDF | nein | PEPPOL-EN16931-R010, BR-DE-5 | konform | Fälligkeitsdatum aus der Skonto-Klausel übernommen (14.09. statt 04.10.) |
| B | ZUGFeRD-PDF | nein | PEPPOL-EN16931-R010, BR-DE-5, BR-DE-6 | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| Docuflair | A | XRechnung-XML | nein | PEPPOL-EN16931-R020, PEPPOL-EN16931-R010 | entfällt (XML) | nicht vergleichbar (siehe Anmerkung) |
| A | ZUGFeRD (als XML-Datei) | nein | BR-CO-27, BR-FX-EN-04 | entfällt (XML) | nicht vergleichbar (siehe Anmerkung) | |
| B | XRechnung-XML | nein | PEPPOL-EN16931-R020, PEPPOL-EN16931-R010 | entfällt (XML) | nicht vergleichbar (siehe Anmerkung) | |
| B | ZUGFeRD (als XML-Datei) | ja | — | entfällt (XML) | nicht vergleichbar (siehe Anmerkung) | |
| Belegschmiedeigenes Angebot | A | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein |
| A | XRechnung-XML | ja | — | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| B | ZUGFeRD-PDF | ja | — | konform | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| B | XRechnung-XML | ja | — | entfällt (XML) | stimmt mit der Test-Rechnung überein | |
| RechneX | keine Datei erhalten: Download nur gegen Zahlung, zählt in keine Quote | |||||
Eingriffe und Anmerkungen je Anbieter
- PDF24 (kostenlos, ohne Konto, getestet am 04.09.2026)
- Das Formular zeigte die fehlenden Pflichtangaben selbst an (u. a. Ländercodes BT-40/BT-55) und bot dennoch einen Export ohne Validierung an. Genau dieser Weg wurde gewählt, um die Voreinstellungen des Tools zu messen.
- e-rechnung.tools (2 Konvertierungen kostenlos, ohne Konto, getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Rechnung A: E-Mail-Adresse des Empfängers ergänzt (steht nicht auf dem PDF)
- Eingriff: Rechnung B: zusaetzlich Telefonnummer der Ausstellerin ergänzt
- erechnung-tool.de (erste Konvertierung ohne Konto, danach kostenloses Konto (3 pro Monat), getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Fuer die XRechnung-Variante beider Rechnungen eine Leitweg-ID als Testwert ergänzt, bei Rechnung B zusaetzlich eine Telefonnummer
- easy-e-invoice (kostenlos in der Testphase, ohne Konto, getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Rechnung A: E-Mail-Adresse des Empfängers ergänzt
- Eingriff: Rechnung B: Kontoinhaber, Telefonnummer, Empfänger-E-Mail und eine USt-IdNr ergänzt
- Das Formular verlangte für Rechnung B eine USt-IdNr, die eine Kleinunternehmerin nach § 19 UStG nicht hat. Die Datei wurde erst mit einem erfundenen Testwert valide.
- GetZUGFeRD (beworben: eine kostenlose Nutzung pro Stunde, getestet am 04.09.2026)
- Nur der erste Download war frei; danach verlangte das Tool ein Premium-Upgrade. Rechnung B konnte deshalb konvertiert und validiert, aber nicht heruntergeladen werden.
- RechnungsHub (kostenloses Konto, 14 Tage Test, getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Beim ersten Upload mussten Stammdaten bestätigt werden
- In der Datei zu Rechnung B steht als Verkäuferin die Metallbau Grundmann GmbH, also die Käuferin der Test-Rechnung, nicht die Ausstellerin Lena Roth. Die beim ersten Upload bestätigten Stammdaten haben die Absenderin der zweiten Rechnung überschrieben. Die Datei ist formal valide, inhaltlich aber eine andere Rechnung.
- TaxLayer (kostenloses Konto, 2 Konvertierungen pro Monat, getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Häkchen "alle Angaben geprüft" musste vor jedem Download gesetzt werden
- Vor dem Download von Rechnung B meldete das Tool: "Steuer 19 %: 434,00 x 19 % ergibt 82,46, angegebener Steuerbetrag ist 0,00." Es unterstellte der steuerfreien Kleinunternehmer-Rechnung also 19 % Umsatzsteuer, exportierte aber trotzdem.
- eu-rechnung.de (kostenloses Konto, 30 Tage Test, getestet am 04.09.2026)
- Das Tool zeigte die fehlenden Pflichtangaben (u. a. BT-41, BT-58) vor dem Export selbst an und ließ den Download trotzdem zu.
- Bei Rechnung A wurde das Skonto-Datum 14.09.2026 als Fälligkeitsdatum übernommen; das tatsächliche Zahlungsziel der Rechnung ist der 04.10.2026.
- Docuflair (kostenlos, ohne Konto (PDF-Upload unter /en/pdf-to-e-invoice), getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Rechnung A: Adresse wurde nicht erkannt und musste mit Testwerten gefüllt werden, dazu Ansprechpartner und IBAN
- Eingriff: Rechnung B: keine einzige Position erkannt; Testposition, Zahlungsbedingungen, Kontakt und Verkäufer-Kennung manuell ergänzt
- Die OCR-Erkennung scheiterte an beiden Test-PDFs (Adresse bzw. sämtliche Positionen). Weil so viele Werte vom Tester stammen, fließt Docuflair nicht in den Inhaltsvergleich ein; die Validierungsfehler gehen dagegen auf das Tool selbst zurück.
- Die als ZUGFeRD bezeichnete Ausgabe ist eine reine XML-Datei ohne PDF-Hülle.
- Belegschmied (kostenlos, ohne Konto (Tageslimit), getestet am 04.09.2026)
- Eingriff: Für die XRechnung-Variante beider Rechnungen im Editor die Käufer-E-Mail und eine Leitweg-ID/Käuferreferenz als Testwerte ergänzt, bei Rechnung B zusätzlich eine Telefonnummer
- Eigenes Angebot, läuft als Referenz außer Konkurrenz und zählt in keine Quote. Die Prüfung mit dem eigenen Validator ist hier naturgemäß zirkulär; die Testrechnungen stehen zum Download, damit jeder das Ergebnis mit einem unabhängigen Validator nachprüfen kann.
- Den XRechnung-Download sperrt das Tool, bis die fehlenden Pflichtangaben ergänzt sind; exportiert wird erst dann. Bei der ZUGFeRD-Ausgabe zu Rechnung B gab das Tool zwei Hinweise ohne Exportsperre (Verwendungszweck nicht explizit genannt, keine Registerangaben im Dokument); die Datei war direkt nach der Konvertierung konform.
- RechneX (beworben: Free-Tarif mit 1 E-Rechnung pro Tag, getestet am 04.09.2026)
- Konvertierung und Validierung liefen ohne Konto, der Download beider Formate stand aber hinter einer Einmalzahlung von 3,99 Euro. Es konnte keine Datei gewonnen werden; RechneX zählt deshalb in keine Validitaets-Quote.
Methodik
Stichprobe: alle 10 Anbieter aus unserer Marktübersicht über 43 E-Rechnungs-Lösungen, die am Testtag einen frei zugänglichen PDF-zu-E-Rechnung-Konverter anboten, also ohne Bezahlung nutzbar mit oder ohne kostenloses Konto. Das eigene Angebot von Belegschmied durchlief denselben Test, steht als markierte Referenz in der Tabelle und zählt in keine Quote.
Vorgehen: Beide Test-PDFs wurden am 04.09.2026 bei jedem Anbieter hochgeladen. Vorschläge und Voreinstellungen der Tools wurden unverändert übernommen; von Hand ergänzt wurde nur, was ein Tool zwingend verlangte, und jeder dieser Eingriffe ist oben je Anbieter dokumentiert. Gemessen wird damit, was das Tool aus dem PDF macht, nicht, was ein sorgfältiger Nutzer daraus machen könnte.
Prüfung: jede erhaltene Datei mit dem Open-Source-Validator Mustang 2.23 (Schema- und Schematron-Prüfung nach EN 16931, XRechnung 3.0 und Factur-X, denselben Regeln wie im KoSIT-Referenzvalidator) sowie veraPDF für die PDF/A-3-Konformität. Zusätzlich wurden die extrahierten Kerndaten jeder Datei (Beträge, Rechnungsnummer, Daten, Parteien, IBAN) gegen die Soll-Werte der Test-Rechnungen verglichen.
Zählregeln: Anbieter ohne auswertbare Datei zählen in keine Validitäts-Quote. Docuflair bleibt in der Validitäts-Quote, fällt aber aus dem Inhaltsvergleich heraus, weil die Texterkennung an beiden PDFs scheiterte und zu viele Werte vom Tester ergänzt werden mussten. Die pdf24-Dateien entstanden über den vom Tool selbst angebotenen Export ohne Validierung, nachdem das Formular die fehlenden Angaben angezeigt hatte.
Grenzen: Ein Testlauf an einem Tag, zwei Rechnungen, jeweils die kostenlose Stufe. Bezahlversionen derselben Anbieter können sich anders verhalten, und jedes Tool kann seit dem Testtag aktualisiert worden sein; bestrittene Ergebnisse testen wir nach (siehe Korrekturen). Die Studie bewertet nicht die Bedienbarkeit, den Datenschutz oder die Seriosität eines Anbieters, dazu gibt es die Transparenz-Studie. Originaldateien, Prüfberichte und Screenshots liegen als Beweissicherung beim Betreiber dieser Seite.
Genannte Produkt- und Anbieternamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Die Nennung dient der Beschreibung der Testergebnisse und bedeutet keine geschäftliche Verbindung.
Diese Studie zitieren
In einem Praxistest von Belegschmied (Stand 04.09.2026) lasen 5 von 9 frei zugänglichen PDF-zu-E-Rechnung-Konvertern mindestens eine Angabe falsch aus oder deuteten sie falsch; 4 von 9 gaben mindestens eine Datei heraus, die die EN-16931-Prüfung nicht besteht, und an der Kleinunternehmer-Rechnung nach § 19 UStG scheiterten 4 von 8 Anbietern.
Quelle: https://belegschmied.de/studien/e-rechnung-konverter-praxistest
Korrekturen
Sie betreiben einen der getesteten Dienste und halten ein Ergebnis für falsch oder überholt? Schreiben Sie an kontakt@belegschmied.de. Wir testen mit denselben Testrechnungen nach, korrigieren und vermerken die Änderung im Protokoll unten.
Änderungsprotokoll
- 04.09.2026: Erstveröffentlichung mit 10 getesteten Anbietern und 23 geprüften Dateien.